BERLIN


3.748.148

Bevölkerung

+6,6% (zu 2013)

Quelle: Melderegister der Stadt

22.180 EUR

Kaufkraft pro Kopf

92,4 (Kaufkraftindex)

Quelle: MB Research

16.706

Baufertigstellungen

+6,6% (zu 2017)

Quelle: Destatis

0,8%

Leerstandsquote

27,6 (Leerstandsindex)

Quelle: CBRE-empirica-Leerstandsindex

5.594.200 EUR

Ø-Kaufpreis WGH

+29,1% (zu 2018)

Quelle: Gutachterausschuss Berlin

Lagen für Wohn- und Geschäftshäuser


Berliner Senat beschließt Mietendeckel - und setzt den Markt außer Kraft

Bereits im Juni 2019 hat der Berliner Senat beschlossen, einen Mietendeckel, also eine Mietobergrenze, einzuführen. Inzwischen ist der Gesetzesentwurf verabschiedet und auf dem Weg zur Gesetzgebung. Dieser bisher bundesweit einmalige Vorstoß sieht das Einfrieren und auch Herabsetzen der Mieten für nicht preisgebundene Wohnungen auf fünf Jahre vor.
Auch wenn das Gesetz noch nicht verabschiedet und in Kraft ist, verzeichnet Berlin bereits einen Rückgang der Angebotsmieten. Wir beobachten in Anbetracht der möglichen Einführung des Mietendeckels bereits einen leichten Preisrückgang, jedoch keinen Rückgang der Transaktionsanzahl. Der Markt zeigt sich weiterhin sehr fungibel, wohl auch weil private Investoren zum Zuge kommen, die in den vergangenen Jahren aufgrund des knappen Angebotes und der Professionalität der Akteure wenig Kaufgelegenheiten hatten.
Langfristig sind Berliner Objekte jedoch nach wie vor Top­-Anlageprodukte, denn die Rahmenbedingungen sind einmalig: Berlin ist und bleibt attraktiv und zieht viele Menschen sowie Unternehmen an. Die Wohnungsnachfrage übersteigt das Angebot bei Weitem. Es wird immer noch viel zu wenig gebaut. Und bei allem Aktionismus sind die Berliner Immobilienpreise und Mieten im innerdeutschen und im europäischen Vergleich nach wie vor günstig. Hinzu kommt, dass sich die Zinsen auf einem niedrigen Niveau bewegen und auch die Abschreibungen weiterhin interessant sind.

Philip C. Hetzer, Engel & Völkers Commercial Berlin, Telefon +49­(0)30­20 34 60

Zur Festlegung der Mietobergrenzen wurden die Mieten des Berliner Mietspiegels 2013 mit der Reallohnentwicklung bis 2019 fortgeschrieben. Die Mietobergrenzen ergeben sich aus der Tabelle des Gesetzentwurfs und sind entsprechend den Baualtersklassen und der Ausstattung gestaffelt. Neubauten ab 2014 sind dabei vom Gesetz ausgenommen. Für modern ausgestattete Wohnungen erhöht sich die Mietobergrenze um 1 EUR/m². Eine moderne Ausstattung liegt laut Mietentabelle des Gesetzentwurfs vor, wenn der Wohnraum mindestens drei von fünf Merkmalen aufweist:

  • Einbauküche
  • Hochwertige Sanitärausstattung
  • Hochwertiger Bodenbelag
  • Schwellenloser Personenaufzug
  • Energieverbrauchskennwert unter 120 kWh/(m²a)

Die Mietobergrenzen erhöhen sich ebenfalls um einen Zuschlag von 10 %, wenn der Wohnraum in Gebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen liegt.


Ausnahmeregelungen, die Mietentabelle und weitere Details stets aktuell unter: www.engelvoelkers.com/mietendeckelberlin